


Betriebs-Nr.: 7502

![]() |
Best.-Nr. 40354 | ![]() ![]() ![]() | ![]() Best.-Nr. 40355 | ![]() ![]() ![]() |
![]() | |||
Best.-Nr. 40356 | ![]() ![]() ![]() | ![]() Best.-Nr. 40357 | ![]() ![]() ![]() |
![]() | |||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() |
Um die Jahrhundertwende zeichnete sich immer mehr ab, dass die zweifach gekuppelte Bauart auch im Reiseverkehr nicht mehr allen Anforderungen gerecht wurde. Insbesondere die KED Altona, Berlin und Frankfurt am Main stießen die Entwicklung einer dreifach gekuppelten Lok an, um den Bedürfnissen des gestiegenen Reiseverkehrs gerecht zu werden. Als Vorbild sollte die kurz zuvor entwickelte T 93 dienen – gefordert war im Vergleich zu dieser Lok aber insbesondere eine höhere Geschwindigkeit. Für eine direkte Vergleichsmöglichkeit mit dem kurz zuvor eingeführten Heißdampfverfahren wurde die neue Maschine in zwei Varianten projektiert – als Nassdampf- und als Heißdampflok. Die Union-Gießerei in Königsberg/Preußen übernahm im Jahr 1902 die Konstruktion der Lokomotive in beiden Versionen. Der Entwurf der T 11 lehnt sich in allen wesentlichen Punkten stark an die T 93 an, die 1901 ebenfalls bei Union entstand. Die Laufachse bildete zur Verbesserung der Laufeigenschaften mit der 1. Kuppelachse ein Krauss-Helmholz-Lenkgestell und besaß eine entsprechende Seitenverschiebbarkeit. Die 2. und 3. Kuppelachse waren fest im Rahmen gelagert und durch Ausgleichhebel miteinander verbunden.
Bei einem Kuppelraddurchmesser von 1500 mm und einer mittleren Achsfahrmasse von 15 t war die Lok freizügig einsetzbar, so dass sich weitere Direktionen der Bestellung anschlossen.
Innerhalb von acht Jahren wurde durch acht Direktionen die beachtliche Stückzahl von 470 Lokomotiven in Dienst gestellt – am Bau beteiligt waren neben Union auch die Lokomotivfabriken Borsig, Hohenzollern und Vulkan. Haupteinsatzgebiet der 80 km/h schnellen Tenderlok wurde wie geplant der Vorortreiseverkehr. Allein die Direktion Berlin stellte für den Dienst auf der Stadtbahn 141 Maschinen der Gattung T 11 in Dienst.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wanderte sie in den Rangierdienst auf den Berliner Bahnhöfen ab. Bis dahin war eine vollständige Ablösung aufgrund der stetig steigenden Verkehrsleistungen nicht möglich.
Später halfen die T 11 nur zu Spitzenzeiten im Feiertags- und Wochenendverkehr aus. Ähnlich gestaltete sich die Situation in den anderen großen preußischen Städten, so dass die T 11 früh auch auf die Dörfer abwanderte und auf Nebenbahnen zum Einsatz kam, auf denen sie allerdings ihren Vorteil der höheren Geschwindigkeit nicht mehr ausspielen konnte. 1918 mussten über hundert Maschinen an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges abgegeben werden. Allein Polen bekam 56 Loks, 25 fielen an Frankreich und 22 an Belgien. Nach diesen Abgaben wurden schlussendlich noch 358 Maschinen als BR 74.0-3 in den Bestand der neugegründeten DRG eingereiht.
Zu diesem Artikel empfehlen wir folgende Produkte: