Güterzuglok G 5.4 der K.P.E.V.
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Epoche I

Betriebs-Nr.: Halle 4219

Best.-Nr. 40450

Werkseitig ausverkauft

GleichstromLoksound vorbereitetRauchgenerator vorbereitet

Best.-Nr. 40451

Wechselstrom Digital PremiumLoksound vorbereitetRauchgenerator vorbereitet

Best.-Nr. 40452

Werkseitig ausverkauft

Gleichstrom Digital PremiumLoksound eingebautbesitzt Rauchgenerator

Best.-Nr. 40453

Geringer Restbestand

Wechselstrom Digital PremiumLoksound eingebautbesitzt Rauchgenerator
Federpuffer2 HaftreifenInnenbeleuchtungKurzkupplungskinematikLänge über Puffer in mmFahrzeug weitgehend aus MetallMindestradius 360 mm21 polig, neuLok besitzt SchwungmasseZweilicht SpitzensignalMaxon Motor
  • Epochengerechte Beleuchtung, mehrteilige Lampengehäuse
  • Federpuffer
  • Lupenreine Bedruckung und Lackierung
  • Kurzkupplung zwischen Lok und Tender
  • Lokführer und Heizer im Führerstand
  • Führerstand beleuchtet
  • Feinste Speichenräder aus Zinkdruckguss
  • Kessel, Chassis, Tender und Gehäuse aus Zinkdruckguss
  • Rauchgenerator und Sounddecoder eingebaut bzw. für Einbau vorbereitet
  • Normschacht vorne und hinten kulissengeführt
  • Filigrane Steuerung
  • Leitungen und angesetzte Teile in minimaler Wandungsstärke
  • Originalgetreue Kesselrückwand
  • 21-polige Schnittstelle



1.Baujahr: 1901

Gesamtlänge: 16,17 m

Geschw.: 65 km/h

Dienstmasse: 55,1 t

PS: 825

kW: 606,79

Kurz vor der Jahrhundertwende war auch in Preußen der Dreikuppler an seiner Leistungsgrenze angelangt. Die wachsende Zahl der Reisezüge und deren immer höhere Geschwindigkeit ließ die Trassen für langsame Güterzüge auf hochbelasteten Strecken immer weniger werden. Daher suchte man nach Wegen, die Güterzüge zu beschleunigen, was aber nur mit stärkeren Lokomotiven gelingen konnte. Mehr Leistung war aber auf dem dreifach gekuppelten Laufwerk nicht unterzubringen, sodass man den Ausweg in einer führenden Laufachse suchte.


Mit der „Hannover 800“ lieferte Vulcan 1892 die erste G 5.1, die im Wesentlichen das Zweizylinder-Triebwerk der G 4 besaß, ergänzt um eine führende Adamsachse. Der hierauf unterzubringende Kessel wurde reichlicher bemessen, so war die Rostfläche gegenüber der G 4 um 50 % vergrößert. Bereits 1896 wurde die G 5.1 zur Nassdampfverbundlok abgewandelt und, als G 5.2 bezeichnet, parallel zur G 5.1 beschafft. Da die Laufeigenschaften der Adamsachse nicht befriedigten, wechselte man zum Krauss-Helmholtz-Lenkgestell, mit dem die Verbundlok ab 1901 ausgerüstet und als G 5.4 eingereiht wurde. Erst 1903 kamen auch die „Zwillingsmaschinen“ in den Genuss dieser Maßnahme. Die Höchstgeschwindigkeit aller Loks betrug aber einheitlich 65 km/h. Obwohl die Kohleersparnis der Verbundlok wohl gar nicht so hoch war und sie daher vornehmlich in „kohlefernen“ Direktionen zum Einsatz kommen sollten, wurde sie von den Direktionen der K.P.E.V. am häufigsten beschafft. Bis 1910 lieferten BMAG, Borsig, Grafenstaden, Hanomag, Henschel, Hohenzollern und Humboldt 780 Stück.


Die G 5.4 kam in fast allen preußischen Direktionen zum Einsatz – Hochburgen mit mehr als 100 Maschinen waren zum Beispiel Altona, Halle und Hannover. Ihr Einsatzgebiet war vor allem der „schnelle Güterverkehr“. Es gab aber auch planmäßige Einsätze vor Reisezügen.


Dies wird in vielen Bestandsaufstellungen extra erwähnt, weil die Lokomotiven dafür eine Druckluftbremse haben mussten. Im Gegensatz dazu fuhren die Güterzüge zu dieser Zeit noch handgebremst. Neben der K.P.E.V. erhielten auch die "Königliche Militärbahn" (1), die MFFE (9), die Hafenbahn Frankfurt (3) und die LBE (3) Loks der Gattung G 5.4. Eine große Dezimierung des Bestandes erfolgte durch den Vertrag von Versailles – allein von den G 4 musste Preußen 368 Stück an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges abgeben. Die größten Kontingente erhielten dabei Polen mit 191 Stück und Belgien, das 100 Maschinen übernahm. Im Umzeichnungsplan vom 11.12.1925 sind noch 281 G 5.4 enthalten, von denen wohl 1926 noch 218 Maschinen sicher in die BR 54.8-10 umgezeichnet wurden.