



Betriebs-Nr.: Halle 4219

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Best.-Nr. 40452 | ![]() ![]() ![]() | Best.-Nr. 40453 | ![]() ![]() ![]() |
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Kurz vor der Jahrhundertwende war auch in Preußen der Dreikuppler an seiner Leistungsgrenze angelangt. Die wachsende Zahl der Reisezüge und deren immer höhere Geschwindigkeit ließ die Trassen für langsame Güterzüge auf hochbelasteten Strecken immer weniger werden. Daher suchte man nach Wegen, die Güterzüge zu beschleunigen, was aber nur mit stärkeren Lokomotiven gelingen konnte. Mehr Leistung war aber auf dem dreifach gekuppelten Laufwerk nicht unterzubringen, so dass man den Ausweg in einer führenden Laufachse suchte.
Mit der „Hannover 800“ lieferte Vulcan 1892 die erste G5.1, die im Wesentlichen das Zweizylinder-Triebwerk der G4 besaß, ergänzt um eine führende Adamsachse. Der hierauf unterzubringende Kessel wurde reichlicher bemessen, so war die Rostfläche gegenüber der G4 um 50% vergrößert. Bereits 1896 wurde die G5.1 zur Nassdampfverbundlok abgewandelt und, als G5.2 bezeichnet, parallel zur G5.1 beschafft. Da die Laufeigenschaften der Adamsachse nicht befriedigten, wechselte man zum Krauss-Helmholtz-Lenkgestell, mit dem die Verbundlok ab 1901 ausgerüstet und als G5.4 eingereiht wurde. Erst 1903 kamen auch die „Zwillingsmaschinen“ in den Genuss dieser Maßnahme. Die Höchstgeschwindigkeit aller Loks betrug aber einheitlich 65 km/h. Obwohl die Kohleersparnis der Verbundlok wohl gar nicht so hoch war und sie daher vornehmlich in „kohlefernen“ Direktionen zum Einsatz kommen sollten, wurde sie von den Direktionen der KPEV am häufigsten beschafft. Bis 1910 lieferten BMAG, Borsig, Grafenstaden, Hanomag, Henschel, Hohenzollern und Humboldt 780 Stück.
Die G5.4 kam in fast allen preußischen Direktionen zum Einsatz – Hochburgen mit mehr als 100 Maschinen waren zum Beispiel Altona, Halle und Hannover. Ihr Einsatzgebiet war vor allem der „schnelle Güterverkehr“. Es gab aber auch planmäßige Einsätze vor Reisezügen.
Dies wird in vielen Bestandaufstellungen extra erwähnt, weil die Lokomotiven dafür eine Druckluftbremse haben mussten. Im Gegensatz dazu fuhren die Güterzüge zu dieser Zeit noch handgebremst. Neben der KPEV erhielten auch die "Königliche Militärbahn" (1), die MFFE (9), die Hafenbahn Frankfurt (3) und die LBE (3) Loks der Gattung G5.4. Eine große Dezimierung des Bestandes erfolgte durch den Vertrag von Versailles – allein von den G.4 musste Preußen 368 Stück an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges abgeben. Die größten Kontingente erhielten dabei Polen mit 191 Stück und Belgien, das 100 Maschinen übernahm. Im Umzeichnungsplan vom 11.12.1925 sind noch 281 G 5.4 enthalten, von denen wohl 1926 noch 218 Maschinen sicher in die BR 54.8-10 umgezeichnet wurden.
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