Abteilwagen D3 der K.P.E.V.
Epoche I

Betriebs-Nr.: Essen 2525

Liefertermin: Q II 2012

Best.-Nr. 45458

Innenbeleuchtung nachrüstbarInnenbeleuchtung nachrüstbarInneneinrichtungKurzkupplungskinematikLänge über Puffer in mmWechselstromschleifer nachrüstbar
  • Mit Traglastenabteil
  • Feinste Bedruckung und Lackierung
  • Für Innenbeleuchtung vorbereitet
  • Inneneinrichtung eingebaut
  • Viele extra angesetzte Griffstangen
  • Speichenräder aus Metall
  • Extra angesetzte Griffstangen

Mit der Aufstellung der Normalien 1883/84 begann sich der Abteilwagen bei der K.P.E.V. zum bevorzugten Reisezugwagen zu entwickeln. Erstmalig besitzen auch alle Wagen das später für Preußen so typische Oberlichtdach. Nachdem man bei den Direktionen insbesondere mit den Nebenbahnnormalien unzufrieden ist, werden durch die KED Magdeburg 1891 mehr als 20 neue Normalienblätter vorgestellt. Auch bei den Beschaffungen hiernach werden die Abteilwagen eindeutig bevorzugt. Eine entscheidende optische Veränderung ergab sich dann 1904. Die in diesem Jahr vorgestellten Musterblätter für Abteilwagen zeigen erstmals das höhere und stärker gewölbte Dach und Bremserhäuser mit Satteldach. Die Fenster in den Türen zeigen jetzt Metallfensterrahmen, die oben gerundet sind. Eine erste Überarbeitung dieser Blätter erfolgte 1907. Typisch für die Abteilwagen dieser Periode waren ein Radstand von 7500 mm oder 8000 mm, die Aufstiegsleiter zum Dach am Nichthandbremsende und Fachwerkachshalter. Die hiernach beschafften Abteilwagen 3. Klasse werden bei der späteren DRG unter der Bezeichnung C3 Pr 07 geführt, die D-Wagen nach Abschaffung der 3. Klasse als C3tr Pr 09. Beide sind 1935 noch in einer Stückzahl von 750 und 1200 vorhanden, was aber nur wenige Rückschlüsse auf die tatsächlich gebaute Anzahl zulässt.

 

1910 werden die Normalien erneut überarbeitet. Die hiernach beschafften Wagen erreichen Stückzahlen, wie sie bei den deutschen Eisenbahnen nie wieder vorkommen werden. Emil Konrad schätzte dazu, dass die Wagen 3. Klasse nach den Musterblättern 9a und 9b in 12.300 Exemplaren gebaut wurden, während von denen 4. Klasse nach Ib 11 10300 in Dienst gestellt worden sind. Mehr als zwei Drittel beider Typen entsprachen dabei den letzten Auflagen dieses Musterblattes, sodass der spätere C3 Pr 11 vermutlich der meistgebaute Reisezugwagen der Welt war. Neben allen Preußischen (und der Preußisch- Hessischen) KED beschafften auch die Reichseisenbahnen Elsaß-Lothringen ihre Fahrzeuge nach den Preußischen Normalien. An die Siegermächte des Ersten Weltkrieges ging ca. 1/6 aller Abteilwagen, außerdem alle 1275 elsässischen Abteilwagen preußischer Bauart, sodass sich die Gesamtabgabe auf ca. 7300 beläuft. Der Rest gelangte zur DRG, die aus der Not die preußischen Bauarten zunächst weiterbeschaffte, sodass die preußischen Abteilwagen schnell in ganz Deutschland das Zugbild beherrschten.